Fluch & Segen: Kollegen mit zu viel Selbstbewusstsein [Video]

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Expertinnen im Gespräch:

KollegInnen mit zu viel positivem Selbstbewusstsein sind ein Risiko für ein Team, denn sie sind u.a. wenig empfänglich für Rückmeldungen und verharren überwiegend in ihrem Tunnelblick. Alle anderen Teammitglieder sind nur Beiwerk.

Es sind hoch engagierte Menschen – nennen wir sie High-PerformerInnen – die über sich hinaus wachsen und ihr ungebremstes Voranschreiten mit dem eigenen Erfolg rechtfertigen. Er/sie hat nur sich im Blick und erwartet für seine/ihre herausragende Leistung unaufgefordert hohe Anerkennung und Wertschätzung. Daraus schöpft er/sie tiefe innere Zufriedenheit. Bleibt die Anerkennung aus, wächst die Unzufriedenheit unbemerkt und beim nächsten passenden Angebot verlässt der/die High-PerformerIn das Team.


TeammitgliederInnen können zwar von den Überfliegenden viel lernen, diese bremsen aber leicht die Karriere anderer aus. Eine Studie der University of Iowa belegt, dass TeammitgliederInnen sich zu sehr auf High-PerformerInnen verlassen und damit nicht ihre eigenen Fähigkeiten ausschöpfen. Es entsteht eine Dysbalance und viel Unzufriedenheit im Team. Daher sollte dein Fokus als Führungskraft auf diesen beiden Polen liegen, damit du nicht gleich zwei Teammitglieder verlierst.

Teamfähig zu sein bedeutet, sich fortwährend in einem Spannungsfeld von Durchsetzungsstärke und Fügsamkeit zu bewegen, das eigene Verhalten am gemeinsamen Erfolg auszurichten und sich selbst zu reflektieren. Das ist für High-PerformerInnen mit zu viel Selbstbewusstsein schwierig, weil sie sich und ihren Erfolg im Tunnelblick haben. Der Teamleader ist hier besonders gefragt, in steter Kommunikation immer wieder den Blick für das Team und den gemeinsamen Erfolg zu öffnen.

In meinem Expertinnengespräch mit Christiane Pätzold beleuchte ich, was ein Team benötigt, um erfolgreich zu sein, welche Herausforderung ein High-Performer mit sich bringt und was er/sie lernen sollte, damit das Team erfolgreich sein kann. Denn der Erfolg hängt maßgeblich von dem Zusammenspiel des Teams ab.


Britta Balogh