Die inneren Werte zählen – doch entscheidend ist der erste Eindruck

Die inneren Werte nützen nicht viel, wenn das äußere Erscheinungsbild diese zunichtemacht.

Stellen Sie sich vor, Sie gehen auf eine Party, auf der Sie nur wenige Menschen kennen. Intuitiv gehen Sie auf die Menschen zu, die Ihnen sympathisch erscheinen. Und meist ist Ihre Intuition richtig und sie stoßen auf Leute, mit denen Sie etwas anfangen können. Es ist eher unwahrscheinlich, dass Sie auf eine Ihnen unsympathische, womöglich ungepflegte Person, im Trainingsanzug mit Badelatschen zugehen würden. Möglicherweise versteckt sich in dieser großer Humor, Zuvorkommenheit, Intelligenz und viele andere positive inneren Werte. Nur leider sind diese nicht erkennbar. Sie lassen sich von dem ersten Eindruck leiten. Und das ist gut so!

Diese Vorgehensweise stammt aus unserer Evolution. Als wir noch Krieger waren, mussten wir sehr schnell entscheiden: Freund oder Feind? Dieser „Urinstinkt“ ist uns erhalten geblieben. Nur heute machen wir die Schublade auf und sammeln weitere Informationen über die Person und revidieren ggf. unser erstes Urteil.

Nicht anders ist es im Beruf. Der erste Eindruck zählt.

Beispiel:

Stellen Sie sich vor, Sie haben einen Termin bei einem Geschäftsführer/Vorstand und wollen die Firma als Neukunden gewinnen. Sie haben es geschafft, diesen Termin zu bekommen. Sie wollen und sollen der Firma eine neue IT-Strategie und ein neues-Netzwerk verkaufen. Sie sind ein kleines, noch relativ junges Unternehmen am Markt, haben aber große Expertise.

Nun können Sie als „Nerd“ durch die Tür kommen und versuchen, in der Kürze der Zeit, die man Ihnen lässt, zu erklären, warum der Kunde auf jeden Fall mit Ihnen arbeiten soll. Oder aber, Sie bringen sich mit Ihrer Kleidung und Ihrem Erscheinungsbild auf Augenhöhe mit dem Gesprächspartner. In diesem Fall spiegeln Sie Kompetenz, Seriosität, Respekt, Wertschätzung, noch bevor Sie ein Wort gesagt haben. Es ist der erste Eindruck, der zählt UND der Ihnen zu einem Standing verhilft. Und dieses verkürzt Ihren Weg zum Geschäftsabschluss. Natürlich müssen Sie noch inhaltlich performen und Ihre Dienstleistung ins beste Licht rücken.

 

Wir können nicht nicht kommunizieren.

Nicht nicht bedeutet, dass jede Körperhaltung, jede Geste, jeder Gesichtsausdruck, auch die Kleidung und das Erscheinungsbild kommunizieren. Das können wir nicht verhindern, aber wir können Sorge dafür tragen, was wir kommunizieren! Kleidung z.B. ist Ihr Image und übermittelt Ihren sozialen Status. Wir senden damit Signale aus, die andere dekodieren. Noch bevor wir ein Wort gesprochen haben, haben wir bereits einen ersten Eindruck geprägt. Mehr noch. Über unser Erscheinungsbild spiegeln wir unsere Werte, unsere Inhalte / Berufsbild und unser Image. Daher sollten wir uns Gedanken darüber machen, wie unser erster Eindruck aussehen soll. Für was wir stehen und wie wir wahrgenommen werden möchten. Darauf können und sollten wir Einfluss nehmen.

Britta Balogh